Der Octave Invader – Synth up your guitar

Der Octave Invader, ist urspr√ľnglich unser Initialprojekt gewesen, das eigentlich der ganzen Zusammenarbeit den Ansto√ü gegeben hatte. Nach einer langen Suche, fand Dirk auch den „happy accident“, den ich verbockt hatte, der aber diesen einzigartigen Synthi-Klang erzeugte.
Was gibt es zum Ger√§t zu sagen? Ziemlich simpel, ziemlich krude, aber irgendwie cool. Ein analoger, monophoner, auf CMOS basierender Octave Divider, der eine, zwei oder drei Oktaven unter dem Originalsignal kann, aber auch eine Oktave dar√ľber. Die Gitarre klingt dabei alles andere als clean, aber das k√∂nnen andere Ger√§te sowieso besser. Das Feld des OI (so hei√üt er bei uns intern) sind nach 8Bit klingende 80er Synthi-Sounds, die u. a. auch mal gerne an alte Videospiele erinnern – daher auch der Name. Wirklich, ein nettes, kleines Spielzeug, dass so manchen die Verwunderung ins Gesicht treiben wird, wenn man es bei einem Gig oder Probe zum ersten mal anwirft.
Zu den Samples: Aufgenommen sind sie alle mit einem billigen Headset und Audacity. Neben dem OI sind noch mein Modulationsdelay „Echo Base“, das auf eine kurze Verz√∂gerung und leichte chorusartige Modulation des verz√∂gerten Signals eingestellt ist, zu h√∂ren. Bei dem anderen Effekt handelt es sich um mein modifiziertes Dunlop Cry Baby GCB-95, aber ich denke, das h√∂rt man. Die Effekte geh√∂ren nat√ľrlich nicht zur Ausstattung des OI. Er liebt es aber, mit solchen Sachen noch etwas „gew√ľrzt“ zu werden. Eurer Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Flanger, Chorus oder auch Phaser machen sich hier richtig gut und geben noch einen Touche mehr Synthi-Vibe.
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Nota bene: √úbrigens an dieser Stelle einmal vielen Dank an Benny, der mir gerade bei diesem Projekt anfangs mit Rat und Tat sehr geholfen hat.
So, hier mal noch ein Foto von meinem Proto (man sollte prinzipiell keinen Spa√ü auslassen und mag er auch noch so jedes Niveau unterschreiten). So wird allerdings keiner mehr aussehen in Zukunft. Das Geh√§use ist ge√§tzt und hat alleine gut 5h nur f√ľr das √Ątzen in Anspruch genommen – ganz zu schweigen, was das f√ľr eine Umwelts√ľnde und Sauerei ist. Die Regler von links nach rechts sind: Oct.Up-Mix, Oct.Down-Mix, die Schalter f√ľr -1,-2,-3 und +1, sowie die Effektlautst√§rke. Der „Serien-OI“ wird noch ein paar Kombinationen mehr k√∂nnen, als mein Proto, dank Drehschalter anstatt der 3 Kippschalter.

Nun endlich im kleineren Gewand:

Max 20 – Mach’s kleiner, mach’s einfacher, mach’s einfach gut.

Aus bierdunstigen Kneipengespr√§chen mit anderen Gitarristen entstehen manchmal Bands, manchmal aber auch eine Idee f√ľr ein kleines Helferlein: Der Max 20.

In Zeiten, in denen true Bypass zu einem Marketingargument Nummer 1 geworden ist (was ehrlich gesagt nicht immer die beste Idee ist) kann so ein Ger√§t ganz praktisch sein. Jeder kennt es bestimmt: Das relativ hochohmige Gitarrensignal √ľber lange Kabelwege verliert an Brillianz und Dynamik. Das ist einfach Physik, da kann ein Bypass noch so toll true und was wei√ü ich sein – hilft alles nichts! Die L√∂sung ist daher ganz einfach: Ein seperater Buffer einfach an die gew√ľnschte Stelle in der Effektkette gelegt und schon stellen lange Kabell√§ngen kein allzu gro√ües Problem mehr da. Lieblingsl√∂sung einiger ist dabei einen am Anfang und am Ende zu platzieren. Das raubt nat√ľrlich raren Platz auf dem Pedalboard. Darum haben wir uns f√ľr das kleinstm√∂gliche Geh√§use entschieden, einem Typ A Geh√§use. Mit seinen 90x38x30mm Abma√üen findet sich eigentlich fast immer noch eine Ecke daf√ľr.
Aber nur Buffer? Das ist doch etwas langweilig! Warum nicht noch einen clean Boost mit integrieren? Gesagt, getan.
Intern arbeitet der Max mit symetrischer Spannungsversorgung f√ľr maximalen Headroom und Verzerrungsfreiheit. Dabei k√∂nnen von 0db bis 20db abgerufen werden. Einstellbar ist das ganze √ľber ein Trimmerloch an der Seite, damit im Eifer des Gefechts auf B√ľhnen durch einen „Fehltritt“ es nicht zu b√∂sen √úberraschungen kommt, denn +20db k√∂nnen schon arg laut sein.:D Ein weitere Vorteil der symetr. Spannungsversorgung ist der DC-gekoppelte Ausgang, dadurch liegt die Ausgangsimpedanz unter 10Ohm!!! Da kannst du fast Kilometer an Kabeln dahinter haben, da verlierst du fast nichts mehr. Die Eingangsimpedanz liegt bei 1MOhm, was uns pers√∂nlich bei E-Gitarren am besten gefiel. Bei Akustikgitarren mit Piezo kann das u. U. etwas wenig sein, aber auch daf√ľr h√§tten wir eine L√∂sung parat. Nat√ľrlich verwenden wir hier nicht so einen antiken Rauschgenerator an IC, sondern einen modernen aus der Hi Fi Ecke.
Insgesamt ein sehr netter, kleiner Helfer, der zumindest von meinem Board nicht mehr verschwindet.

Kate Mosfet Drive – Es geht auch schlanker!

Nachdem die Marylin sich als so gut erwiesen hat, aber eher in der Hi Gain Ecke zu finden ist, dachte ich mir, probierst du es mal mit einer Low Gain Zerre nach dem selben Prinzip. Still WIP, aber sehr viel versprechend. Irgendwie klingt es schon nach alten Marshall und man erwischt sich schnell dabei, alte classic Rock Riffs zu schruben. Teils peinlich, aber macht durchaus Spaß!:)
Hier mal ein Soundsample:

Und noch eins, diesmal mit etwas Reverb:

Big Mos – Ein Fuzz bekommt sein(en) FET weg

Was bei der Marylin nicht falsch war, das kann bei einem ber√ľhmten Fuzz einer Firma die auf X endet nicht falsch sein. Zumindest habe ich mir das gedacht, als ich auf das Design von den fabelhaften Leuten von runoffgroove gesto√üen bin. Ich war nie ein gro√üer Fan von diesem Fuzz, aber ich wusste, dass die Mosfets des beim 22/7 (die fraktale Ann√§herung an Pi) verwendeten ICs gut klingen. Probiert und fast vom Glauben abgefallen. Das Ding klingt einfach nur fett, runder und mit ein bisschen mehr Ampgef√ľhl als sein Vorbild und durch die verschiedenen Mittenb√§nder des Tonestacks obendrein noch viel Flexibler. Scoop senkt dabei stark das Mittenband ab, √§hnlich wie bei einem Swollen Pickle, normal das leichtere, normale BM Mittenloch und flat l√§sst die Mitten fast unber√ľht und klingt schon fast nach lo fi radio sounds.
Das Design und der urspr√ľngliche Name ist sehr nahe am Vorbild angelehnt – vielleicht zu nah. Aber Klassiker sind ja auch irgendwie sexy.

MP3 Sample:

Hier nochmal mit Singlecoils und einem Song einer Band mit weißen Streifen:

Marylin Mosfet Drive – Verzerrung ist weiblich!

Oh nein, nicht noch ein Verzerrer! Wenn es neben Fuzzpedalen etwas genug gibt, dann sind es Overdrives/Distortions. Zum Gl√ľck sind die Geschm√§cker nicht nur verschiedenen, sondern auch noch zahlreich!
Marylin Mosfet Drive, ein etwas holpriger Name, zugegeben, aber nichts im Vergleich zu den Produktnamen von Emma!xD
Ziel war es, einen vielseitigen, sch√∂n nach Amp klingenden Zerrer zu bauen – quasi die eierlegende Wollmilchsau. Gut, die gibt es nicht, aber zumindest hat die Marylin bei Bedarf Eier und das ist doch schon mal was, oder? Von leichten, britischen Crunch zu amerikanischen High Gain Sounds kann man mit ein paar Handgriffen seinen gew√ľnschten Sound finden. Zumindest ich kann es – und ihr bestimmt auch, wenn ihr nur wollt!

Marylin Mosfet

MP3 Samples:

 

Der Tap Dancer РTanze nicht nur in deinen Träumen Рtanze deine Träume!

Manche Dinge galten DIY als unmachbar – nun, nicht nur wir haben uns geirrt. Aus einer fixen Idee, einer handvoll Bauteile und etwas Gehirnschmalz in Sachen Programmieren enstand der Tap Dancer. Den Name und das Design verdanken wir √ľbrigens Jonathan a.k.a. Wolle Camphausen – der Mann macht nicht nur gute Z√§hne.xD
Aber was ist denn nun ein Tap Dancer? Um es mit den Worten Heinz Sielmanns zu sagen: Dieses possierliche Pedalchen sucht die F√ľ√üe und das Rhythmusgef√ľhl eines Musikers um ihn mit im Takt laufenden Tremolosounds zu begl√ľcken. Dabei beschr√§nkt es sich nicht nur auf eine Wellenform, sondern ist in der Lage, acht verschiedene auszugeben, namentlich ramp up, ramp down, square, triangle, sinus, lump up, lump down und wie es der Zufall so will, random. Weiterhin lassen sich nat√ľrlich die Effekttiefe wie auch die Geschwindigkeit manuell einstellen. Weil man oftmals gar nicht so schnell mit dem Fu√ü mit-tapen kann oder will, l√§sst sich die Ausz√§hlgeschwindigkeit des Tap-Tempos multiplizieren bzw. dividieren. So stehen einem 0,5x, 1x, 2x, 3x und 4x zur Verf√ľgung was eine breite Palette an Anwendungsm√∂glichkeiten er√∂ffnet.
Ja Herr Sielmann, dieses Pedalchen mag possierllich daherkommen, hat es aber in sich! Рnaja, wenn man reinguckt, sieht man nicht viel, denn hier findet man possierliche SMD-Bauteile der Bauform 1206 Рdas kann nicht jeder selbsternannte Solderjockey mit seinem 10000. Tubescreamerklon!;) Ihr wollt Beweise? Aber bitteschön!
Was ist nervender als ein Testton? Ein modulierter Testton – aber der hier hat Bildungszwecke.;):

[yt]wmI9JOuNjQU[/yt]

Hier mal aufgrund einiger Nachfragen: Kann der Tap Dancer choppen? Ja, er kann.;)

Und hier nochmal etwas clean mit Compressor, Tap Dancer, Sonic Stomp, Echo Base Modulationsdelay und viel Amp Reverb.

DIMEHEAD – Kein Tag f√ľr eine Nacht oder was soll das Ganze?

Aus Spa√ü wurde Ernst und Ernst lernt jetzt laufen – so oder so √§hnlich besagt es ein fast schon totgerittener Kalauer. Die semantische Umkehrung davon w√ľrde „mit Ernst Spa√ü“ haben lauten, was Ernst sicherlich auch nicht gefallen w√ľrde, also w√ľrde vielleicht „ernsthaft Spa√ü haben“ besser passen. Aber sei es drum – das interessiert hier auch keinen.
Was nun ist „DIMEHEAD“? Nun, zun√§chst erst einmal ein Akronym oder besser Kompositum aus den beiden Vor- und Nachnahmen von Dirk und mir (Helge). Doch Spa√ü an der deutschen Grammatik ist nun nicht gerade das, was uns hierzu bewegt hat. Vielmehr ist es die Freude an gemeinsamen Projekten rund um Musikelektronik. Zusammen entwickeln wir Effektger√§te, Schaltungsl√∂sungen und was sonst noch an fixen Ideen uns in den Sinn kommt. Wir betreiben keine Raketenwissenschaft und auch beanspruchen wir f√ľr uns nicht, das Rad neu zu erfinden, aber dennoch f√§llt uns immer wieder auf, wo auf dem Markt Produkte am Nutzer vorbei entwickelt werden. Dies ist uns nat√ľrlich Ansporn und Antrieb zugleich, Ger√§te n√§her am Musiker zu entwickeln. Unter dem Motto „Mache die Dinge so einfach wie m√∂glich, aber nicht einfacher“ sind Projekte entstanden wie der „Octave Invader“, der „Max 20“, dem „Marylin Mosfet Drive“ und nicht zuletzt der „Tap Dancer“. Was es im einzelnen genau ist, soll Sinn und Aufgabe dieses Blogs sein euch n√§her zu bringen. Also, macht euch in Zukunft auf was gefasst und erwartet voller Spannung der Dinge die da kommen werden.=)

Helge a.k.a. HEAD

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